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20.05.2017, 17:00 Uhr

Wolf: Statt mobiler Einsatztruppe für Kundenzentren lieber Personal vor Ort stärken

Einsatztruppe soll zwischen den Kundenzentren hin- und hergeschickt werden

Der bislang erfolglose Versuch des rot-grünen Senats, in Hamburg leistungsfähige Kundenzentren in den Bezirken vorzuhalten, geht in eine neue Runde. Parallel zur Ankündigung der Schließung kleinerer Kundenzentren kündigte der Senat in einem am Mittwoch verschickten Drucksachenentwurf mit dem Titel "Neuorganisation Kundenzentren Hamburg" an, 100 zusätzliche Mitarbeiter an einem "zentralen Leitstand" - angegliedert an die Finanzbehörde - einzustellen. Diese mobile Einsatztruppe soll zwischen den Kundenzentren hin- und hergeschickt werden, je nachdem wo gerade die höchsten Bedarfe seien. Denn laut Drucksachenentwurf sollen die Zuständigkeiten im Pass-, Ausweis- und Meldewesen zukünftig bei dem "zentralen Leitstand" und nicht mehr bei den Bezirksämtern selbst liegen.  

Dazu erklärt Dr. Jens Wolf, Fachsprecher für Bezirke der CDU-Bürgerschaftsfraktion: "Statt der Schaffung einer neuen Zentraleinheit in einer Landesbehörde sollte der Senat lieber den Personalmangel der Kundenzentren dauerhaft vor Ort zu beheben. Eine "mobile Einsatztruppe" greift in die Kompetenz der jeweiligen Bezirksämter ein. Auch für die Mitarbeiter ist die Lösung unglücklich, denn ständige Ortswechsel sorgen dafür, dass sich unter den Kollegen kein Teamgeist entwickeln kann. Hohe Krankenstände und Personalfluktuation sind die üblichen Folgen solcher vermeintlich flexibler Lösungen. Am Ende haben wieder die Bürger das Nachsehen."



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