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08.04.2016, 07:00 Uhr

Seelmaecker: Rot-grüner Kuschel-Gewahrsam nicht hinnehmbar

Tatverdächtiger verschwand aus Einrichtung der Jugendhilfe

Nach der erschütternden gemeinschaftlichen Vergewaltigung einer 14-Jährigen am 11. Februar 2016 in Harburg durch vier Jugendliche, die von einer weiteren Person gefilmt wurde, befanden sich zwischenzeitlich alle fünf Tatverdächtigen in Untersuchungshaft. Die Jugendlichen sollen das besinnungslose Mädchen anschließend bei eisiger Kälte in einem Hinterhof abgelegt haben.

Ein 14- und ein 16-jähriger Tatverdächtiger wurden am 21. März auf Anordnung des Gerichts aus der Untersuchungshaft entlassen. Während der 16-Jährige noch am selben Tag in der Jugendgerichtlichen Unterbringung in Bergedorf aufgenommen wurde, befand sich der 14-Jährige in einer Einrichtung in Reppenstedt bei Lüneburg. Dort blieben beide jedoch nicht lange, wie die Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Richard Seelmaecker ergab. Der 14-Jährige verschwand noch am selben Tag wieder und ist seitdem auf der Flucht, am 4. April wurde er schließlich zur Fahndung ausgeschrieben. Der 16-Jährige verließ die Jugendgerichtliche Unterbringung am 29. März, wurde aber kurze Zeit später wieder aufgegriffen und sitzt seitdem in der Untersuchungshaftanstalt.
Hierzu Richard Seelmaecker, justizpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Es ist unfassbar, wie beide Jugendlichen, die zur Vermeidung der Untersuchungshaft in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe untergebracht wurden, in denen jeweils eine Eins zu Eins Betreuung herrscht, nach so kurzer Zeit eigenmächtig verschwinden können. Erfreulich ist, dass zumindest einer der Beschuldigten nach kurzer Zeit wieder aufgegriffen wurde, aber der 14-Jährige befindet sich noch immer auf freiem Fuß und wurde erst nach zwei Wochen zur Fahndung ausgeschrieben . Der Senat muss dafür Sorge tragen, dass die Einrichtungen, in denen junge Straftäter zur Vermeidung der Untersuchungshaft untergebracht werden, so sicher sind, dass die Jugendlichen nicht sofort wieder abhauen können.“




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